Ostern und Cat Stevens

Na gut. Es geht nicht wirklich um Ostern, sondern vor allem um Cat Stevens. Beziehungsweise darum, dass ich mal wieder nicht der neusten Mode entspreche und dass meine Generation irgendwie blöd ist. 😛

Die kennen Cat Stevens nicht. Dabei ist der Kerl super! Streng genommen ist er ja nicht mehr Cat Stevens, sondern heißt nun Yusuf Islam, aber auch als Yusuf ist er großartig! Ich weiß das, ich besitze seine Alben.

Kein Wunder, dass der Film „Harold and Maude“ – ein wunderschöner, skurriler Film über das Leben – vor allem durch seine Songs lebt.

Don’t be shy just let your feelings roll on by
Don’t wear fear or nobody will know you’re there

Osternacht. Es brauchte keine drei Sekunden und ich war wieder wach – wir saßen auf dem Boden, gegen 3 Uhr morgens (eigentlich erst 2 Uhr, die Zeitumstellung ist dämlich) und schauten diesen Film. Um mich herum wurde schon die ganze Zeit aus unlustigen Videoclips zitiert und ich wurde weitgehend ignoriert, da ich mir, nachdem ich in den ersten drei Stunden aus Gruppenzwang mitgekichert hatte, nun das falsche Lachen sparte. Doch sobald die ersten Töne des Liedes erklangen, riss ich den Arm hoch, zeigte auf den Fernseher und rief: „Das ist von Cat Stevens!“
Leider konnte ich niemanden mit meiner Begeisterung anstecken. Egal, wie sehr ich betonte, dass ich Cat Stevens LIEBE, und dass er der BESTE Sänger überhaupt ist, und dass er der EINZIGE Mann in meinem Leben ist, der als Plakat an meiner Wand kleben darf (okay okay, ich gebs zu, mit 14 hatte ich so eine Channing Tatum-Phase, da durfte der einige Zeit lang an meiner Wand kleben, aber nur im Kleinformat), schüttelten die meisten dennoch nur den Kopf und schrieben meinen Musikgeschmack als antiquiert und deshalb uninteressant ab.

Okay, vielleicht tue ich meiner Osternacht-Gesellschaft ein wenig Unrecht. Mag sein, dass ich in letzter Zeit ziemlich ungesellig bin. Aber trotzdem, niemand hat das Recht, über einen so großartigen Sänger wie Cat Stevens bzw Yusuf Islam, der mich seit meinem 13. Lebensjahr treu begleitet, den Kopf zu schütteln!

Ach die Jugend von heute hat doch keine Ahnung…
„Harold and Maude“ ist im Übrigen auch ein Muss. Wer die Gelegenheit dazu hat: Unbedingt anschauen!

If you want to sing out, sing out
and if you want to be free, be free
‚cause there’s a million things to be
you know that there are, you know that there are

Cat Stevens – If you want to sing out

 

Advertisements
Video | Veröffentlicht am von | Kommentar hinterlassen

Oh Happy Day!

Na gut, dann eben wieder fröhlich statt nachdenklich! Wenn die gealterte Jugend von heute lieber sinnfreie Blogeinträge liest und meine philosophisch-melancholischen Anwandlungen „ernüchternd“ findet, will ich mich eben wieder auf das Unwesentliche besinnen.
Hier ein paar Geschichten aus dem (Schul-)Alltag.

Fridolin* und die lange Banane

Ich habe Hunger und möchte eine Banane kaufen. Eigentlich ist das keine große Sache, in unserer Schulcafeteria gibt es immer ein bisschen Obst für kleines Geld.
Wenn allerdings Fridolin Thekendienst hat, erschwert dies ein solches Vorhaben in der Regel ungemein.
Es fängt ja schon mies an, als eine Mitschülerin, die mich zur Cafeteria begleitet, meint: „Mist, da ist Fridolin, da muss ich immer voll peinlich lachen, wenn der da ist.“
Ich sehe sie an. Kann mir denken, warum. Alle Mädchen stehen auf Fridolin, immerhin ist er kein Schüler! Und wo in einer Schule sieht man schonmal jemanden, der kein Schüler ist? (Lehrer sind an dieser Stelle unbedingt zu vernachlässigen!)
Ich habe auch meine Probleme mit Fridolin. Nein, ich stehe nicht auf ihn (das ist wie bei Harry Potter. Ich lese nicht gerne Bücher, die alle anderen toll finden), aber selbst mir gelingt es nicht, mir bei Fridolin einen Kaffee zu holen, ohne mich oder andere dabei zu blamieren. Wetten er legt es einfach darauf an? Blödmann!
Jedenfalls muss ich nach diesem Kommentar selbst übermüdet kichern, und als Fridolin mich fragt, was es denn sein dürfe, reiße ich mich grade so zusammen und sage ernst: „Einen Kaffee bitte, und eine Banane.“
Fridolin verschwindet kurz und kehrt gleich darauf mit den beiden letzten Bananen zurück, die den Vormittag unverdaut überstanden haben. Auf einen Blick erkenne ich, dass es beim Größenverhältnis dieser Bananen eine ernsthafte Differenz gibt.
Ernsthaft kann ich leider nicht mehr bleiben.
„Ich hätte bitte gerne die längere!“, bringe ich lachend hervor.
Fridolin reicht sie mir. „Okay äh… war’s das?“, fragt er.
Da hat er doch spontan meinen Kaffee vergessen.

Meine Mitschülerin tut mir übrigens Leid. Sie muss sich nun mit der kurzen Banane zufrieden geben. (Ich biete ihr ein Stück von meiner an, aber sie ist noch zu beschäftigt mit dem Gedanken an unseren uncoolen Auftritt bei Fridolin)

*Name geändert

Pizzaservice
eine verschlüsselte Botschaft an die beste Freundin, die ein Date mit einem schönen Unbekannten hat.

Hier ist der Pizzaservice. Wir erkundigen uns nach der Kundenzufriedenheit! Ist der Teig auch heiß? Der Käse nicht zu zäh? Lösen die Kü… Zwiebeln ein romantisches Kribbeln aus?
Von ungeschütztem Verkehr Verzehr bitten wir abzusehen und wünschen Ihnen noch einen wunderbaren Tag!

(Leider hat sich gerade herausgestellt, dass das Date doch nicht zustande gekommen ist. Schade um die nette Botschaft! Ich weiß aber noch nicht, woran die Pizzalieferung gescheitert ist… Warte immer noch auf eine Reklamation.)

„Big Sister is watching me!“

Mein Englischlehrer ist wegen mir paranoid.
Kann ich aber nix für. Bin ein total lieber Mensch. Ich lächle immer und jeden an, der mich ausversehen ansieht. Und da ich in unmittelbarer Nähe des Lehrertisches sitze, muss ich meinen Englischlehrer ganz besonders oft anlächeln. Okay, es ist eher ein Grinsen. Was soll ich auch machen?
Als ich ihn zum gefühlten dreißigsten Mal in dieser Doppelstunde angrinse, rollt er verzweifelt mit den Augen, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und ruft aus: „Oh no, Big Sister is watching me!“
An einen anderen Platz schicken will er mich dann scheinbar doch nicht. Wahrscheinlich, weil mein Chaoskumpel und ich ihm den Unterricht auf unschätzbare Weise erheitern.

Offiziell befinden wir uns in einer Phase des angestrengten Nachdenkens kurz vor dem Notieren unserer Ergebnisse zur Aufgabe 2, Seite 45, Englischbuch. Inoffiziell jedoch tragen wir mal wieder unsere Meinungsverschiedenheiten offen aus. Sehen Sie heute: Wie man den anderen mit viel Aufwand auf seine Schwächen hinweist!

Er: „Du bist ja sowas von unemanzipiert!“
Ich: *cholerischer Kurzschluss der Synapsen* „Bitte WAS?! Ausgerechnet ich?!?! Du bist echt ein Scheißkerl! Was wundert es mich, du bist ja auch so ein bescheuerter Y-Chromosomträger, die denken immer alle nur… *Gehirnfehlfunktion behoben* Scheiße Mann, das war Ironie, oder?“
Er: „Jep.“
Ich: „Und ich pauschalisiere schon wieder, oder?“
Er: *grinst* „Jep.“
Englischlehrer steht vor unserem Tisch. Wir gucken beide hoch.
Lehrer: *grinst* „Redet ruhig weiter, mich interessiert das!“ (zu mir:) „Hier, wenn er dich wieder ärgert.“ *legt mir eine Reißzwecke auf den Tisch*

Gullideckel

Donnerstag. Freistunde. Mit einer Freundin im Ansprechbar-Raum.
Sie liest mir einen Ausschnitt aus ihrem Notizbuch vor (das machen wir manchmal und ich liebe ihre Texte!)
Plötzlich stockt sie.
„Gullideckel, das ist voll das schöne Wort!“, ruft sie begeistert.
Ich sehe sie an. „Ja…“, sage ich langsam… „Stimmt! Da hast du Recht!“
Und wie aus einem Mund brüllen wir:
„GULLIDECKEL! DENK MAL NACH!!!“
Anmerkung: Das ist ein absoluter Insider. Keiner wird ihn verstehen (es sei denn er kennt den Slamtext „Kaufhaus“ von Moritz Neumeier, oder wenigstens die Stelle mit der Auszubildenen in einem Gummibärchenladen – „DENK MAL NACH!“ ) 😀

That’s all I have to say about that.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

So sieht momentan mein Leben aus. Punkt punkt punkt.
Soll heißen: Es ist alles in der Schwebe, nichts ist wirklich wichtig. Mag sein, dass es an der Ruhe vor dem Sturm liegt. Keine einzige Klausur im Februar und durch Fasching und Konferenzen und Elternsprechtage (hatte schon fast vergessen, dass es die auch noch gibt) fiel in letzter Zeit so dermaßen viel Unterricht aus, dass man meinen könnte, wir hätten gar nichts mehr zu tun.
Stimmt selbstverständlich nicht. Hausaufgaben gibt es immer ein paar, und natürlich Bücher. Seichte Unterhaltungsliteratur. Trivialliteratur. Alles würde ich tun, um mich davon abzulenken, dass ich mich eigentlich mit Cicero beschäftigen müsste/sollte/könnte. Nicht, dass Cicero wirklich wichtig wäre.

Und ansonsten? Donnerstagmorgens, im Matheunterricht, drehe ich den Kopf zum Fenster und sehe zu, wie die Sonne langsam die Schmutzschlieren am Fensterglas zum Leuchten bringt. Wie sie ihr Licht über meine Schulsachen legt, wie mich das plötzlich so helle Weiß des Papiers vor mir blendet. Und dann schreibe ich vielleicht ein paar Sätze ins Tagebuch.
Manchmal schreibe ich auch Gedichte. Im Unterricht. Wenn die Farben wieder farblos sind und die Worte in allen Schulbüchern tot sind und vertrocknet. Wenn draußen Krähen in den Bäumen hocken und sich angenehm deutlich gegen den blassen Himmel abheben.

Warum ziehen die Tage
wie seichtes Theater vorbei
warum so viele Worte
für so wenig Leben
nur eilige Bilder
dahingeworfene Blicke
Brotkrumen sammeln
und Farbe
(doch nur Tinte)
auf den immergrauen Boden streichen
die Stunden verschlafen
den Tee überbrühen
Tag für Tag für Tag
den Körper verstecken
hinter vorgehaltener Hand
Tagebuch schreiben
ein bisschen geben
wenig nehmen
mal lächeln und lachen
nicht weinen
so langsam
entspanne ich mich
und warte, warte, warte
auf alles
und nichts

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Von allerlei Kleinigkeiten

Eine Freundin hat mich vorhin aufgefordert, doch mal wieder einen Blogeintrag zu schreiben, also komme ich dieser Aufforderung hiermit offiziell nach 😉 Im Übrigen beruht das auf Gegenseitigkeit: Ich warte auch noch sehnsüchtig auf neues Lesefutter von Alessa^^
Hier entlang, da gibt es immer was zu lachen, zu schmunzeln, zum Nachdenken und Nachmachen! 😀

Okay, dann mal wieder zu mir. Auch wenn ich nicht weiß, was ich eigentlich erzählen soll. Ich hab mal wieder nur wirren Kram im Kopf, mit dem wagen Versuch, das alles ein wenig zu sortieren, die losen Enden anzupacken und ein stabiles Seil daraus zu knüpfen. Letztes Jahr ist mir das irgendwie gründlich misslungen. Sind bloß noch so ein paar lose Enden dazu gekommen.
Also ist 2013 das Jahr des Handelns!
Soweit also zu meiner positiven Stimmung am Jahresbeginn.
Immerhin kann ich mich auf eine Kostümparty anlässlich meiner baldigen Volljährigkeit freuen und darauf, dass mir niemand mehr die Augen und Ohren zu hält, weil er ob der zweifelhaften Äußerungen geschätzter Menschen um meine seelische Unversehrtheit besorgt ist! :p
Außerdem ist da natürlich noch die *TROMMELWIRBEL*
Kursfahrt nach Süditalien. Das ist Tradition bei uns an der Schule, dass alle 12. Klassen mit ihrem Tutorenkurs irgendwo hin fahren und  saufen ergebnisorientierte, intellektuelle Forschung betreiben.
Mein Bio-LK wird also saufen im Mittelmeer Schnorcheln gehen, um danach ein wenig in die Meeresbiologie zu schnuppern.
Natürlich werden wir auch saufen anderweitige, spaßige Dinge tun wie zum Beispiel alte Städte erkunden, am Strand liegen, dem Sport-LK beim Surfen zu sehen (man hat mir gesagt, man will auch die armen Biologen auf die Bretter schicken… argh! Ich werde mir die Schädeldecke brechen, die Beine verlieren und jämmerlich ersaufentrinken) und fröhlich beisammen sein.
(Vielleicht werde ich aber dank der Surfaktion ein paar Mitschüler los. MERKE: Sofort Surfunterricht nehmen und Surfbrett mit scharfkantigen Gegenständen preparieren.) (Vorsatz für 2014: Nicht mehr so fies sein)

Okay, an dieser Stelle gehen mir irgendwie die Ideen aus…

Ich könnte von der Fastenzeit erzählen, die ich mir dieses Jahr wieder aus Überzeugung antun werde. Überzeugung? Jap. Mir macht das Freude. Also, bei mir sieht das so aus:
– kein Fleisch (bin von Natur aus Alles-Esser) (ja, auch Schnecken) (nein, keine Würmer)
– keine Süßigkeiten (auch keine Cola, Fanta, Sprite…)
– kein Abendessen (braucht man angeblich eh nicht) (wenn dann nur Grünfutter und Rohkost)
Fisch ist erlaubt. Sonntage gelten jedoch nicht als Ausnahmetage. (Bin ja kein Weichei!)

Letztes Jahr war die Fastenzeit für mich eine ganz neue und interessante Erfahrung. Vorher war ich ehrlich gesagt immer der Meinung, das braucht kein Mensch.
Aber als ich mich einmal dazu entschlossen hatte, war es plötzlich… schön. Es war einfach ein gutes Gefühl, sich darauf einzulassen und zu sagen: „Okay, ich brauche eigentlich gar nicht so viel.“
Ich bin trotzdem nicht zur Vegetarierin oder zu einem klapprigen Gestell geworden. Und das ist auch nicht nötig, mir hat die Zeit etwas ganz anderes gegeben. Ich habe das alles bewusst getan, und momentan merke ich, wie wenig ich eigentlich bewusst tue.

*diesen philosophischen Satz nachwirken lass* …


Nun denn, im Grunde war das in etwa ein Überblick über meine feststehenden Pläne für die erste Hälfte dieses Jahres. (Der Satz gefällt mir nicht, aber ich lass ihn mal stehen.)

Ich hab noch drei Vorsätze (eigentlich hab ich deutlich mehr, aber die meisten behalte ich für mich 😉 ), die ich umsetzen möchte will sollte:

– meditieren lernen
– einen Selbstverteidigungskurs belegen (jo, hab die Nase voll immer die Straßenseite zu wechseln)
– Gymnastik machen. Irgendwie. Morgens am besten. Mein Nacken fühlt sich an als hätte sich ein Hobby-Akkupunkteur (nein, ich google dieses Wort jetzt nicht) mit Fakir-Nägeln daran ausgetobt.


Um nicht so unvermittelt zu enden, hier noch ein netter Spruch:
„Ohne dich ist das Universum nicht schön.“

Der ist von Yogi Tee und mein Hund durchwühlt gerade meinen Papierkorb, ich glaub, er hat Hunger…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

NaNoWriMo 2012 ist Geschichte!

Nachdem ich in der letzten Nacht über 10 000 Wörter an meiner völlig irrsinnigen Geschichte geschrieben habe, habe ich heute endlich den Sprung über die Zielgerade geschafft. Ich muss sagen, ich bin unglaublich froh darüber.

Ich erinnere mich an den NaNo 2010. Damals war ich wahnsinnig gespannt, ob ich es überhaupt schaffen würde. Ich war voller Vorfreude und Spaß dabei und war hibbelig und aufgedreht.

Dieses Jahr war es eher eine Tortur. Ich weiß nicht, woran genau das liegt. Vielleicht daran, dass ich inzwischen weiß, dass ich den NaNo schaffe, da ich ihn bereits zwei Mal erfolgreich hinter mich gebracht habe. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich eigentlich ganz andere Dinge machen müsste, die mir ebenso viel Freude bereiten – wenn nicht gar noch mehr – als der NaNo.

Immer noch warten sehnsüchtig Artikelentwürfe darauf, dass ich sie endlich verarbeite, und der Ehrgeiz hat mich gepackt, das Schülerzeitungsprojekt weiter voran zu treiben.
Die Oberstufe hat mich eingeholt, und das heißt: Lernen und sich anstrengen!
Da ist der NaNo einfach eine zusätzliche Last, und jede Stunde, die ich dafür aufbringe, geht mir bei anderen Dingen verloren.

Trotzdem. War er deswegen sinnlos?
Nein, sicherlich nicht. Denn NaNo ist niemals sinnlos! NaNo ist Stress und Durchhalten und Zähne-zusammenbeißen, aber sinnlos ist er wirklich nicht. Auch wenn sein Ergebnis mehr zum Lachen anregt, als an gute Literatur zu erinnern, habe ich wieder einmal verrückte, liebenswerte und schräge Charaktere durch einen Dschungel von Gefühlen und Abenteuer gebracht, habe ich -irgendwie und irgendwo zwischen literweise Tee und chaotischen Papierstapeln- meinen Spaß gehabt und konnte meine Finger darin üben, wie von Sinnen über die Tastatur zu tanzen.

Aber, wie gesagt, das hier zu tun erfüllt mich ganz besonders mit Freude:

NaNoWriMo 2012 – erledigt! 🙂

 

Veröffentlicht unter NaNoWriMo | Kommentar hinterlassen

NaNoWriMo, große Pläne, Pärchenalarm und Glühwein für einen guten Zweck

NaNoWriMo. Diese *nachzähl* neun Buchstaben stehen momentan für Stress und für gezwungenes Durchhalten, weil ich es absolut nicht einsehe, nach den 30555 Wörtern, die ich bisher in diesem November an meinem Projekt geschrieben habe, aufzugeben.
Auch wenn ich das wirklich gerne tun würde. Ich bin müde und ansatzweise gestresst, jeder Tag hält neue Dinge bereit, die alle weit, weit entfernt sind von meiner verrückten Geschichte, in der ein Cowboy, ein einbeiniger Hirte, ein Mädchen mit Sternen im Gesicht, zwei Piraten, einer davon dem Alkohol verfallen, drei Ritter, ein Werwolf und die Angeli Verborum Scriptorum, die Engel der geschriebenen Worte, gegen die Apokalypse kämpfen.
Dinge wie Klausuren, Hausarbeiten, Referate und die große, schulinterne Show „Schlag den Lehrer“, um die uns, wie man sagt, so viele Schulen beneiden.

Außerdem will ich – ich WILL! – dass das Schülerzeitungsprojekt, das eine Freundin und ich ins Leben gerufen haben, endlich funktioniert.
Schülerzeitung, das klingt so klein, so… niedlich. Andere Leute arbeiten und verdienen Geld, und ich vertreibe mir die Zeit, die mir neben Schule und Lernen bleibt, damit, mich um die Finanzierung und die Organisation einer Schülerzeitung zu kümmern.
Mich mit anderen Leuten aus meinem Jahrgang zu treffen und mit ihnen ein Konzept zu entwickeln, Ideen zu sammeln, Artikel zu planen und zu schreiben. Mit einem Physiklehrer Kaffee zu trinken und die Schulleitung mit meinen kleinen Begehrlichkeiten wie zum Beispiel einem eigenen Raum für unsere Redaktion – ein bisschen utopisch klingt das ja schon in diesem Zusammenhang – zu belästigen.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Leute hinter uns und dem Projekt stehen. Es ist unglaublich, wie viel positive Rückmeldung ich bisher bekommen habe. Die Lehrerin, die mir letztes Schuljahr noch den Zeugnisschnitt mit einer 5 in Physik verdorben hat, wäre mir beinahe um den Hals gefallen, als sie von dem Plan, die Schülerzeitung wieder ins Leben zu rufen, erfuhr. Der Ehemaligenverein, auf dem momentan all unsere Hoffnungen ruhen, dass wir wenigstens die Kosten für die erste Ausgabe decken können, war ohne Diskussion begeistert von unserem Vorhaben.
Irgendwie hatte ich noch nie so sehr das Gefühl, wirklich mal etwas Sinnvolles tun zu können.
Und irgendwo unter der Oberfläche ist immer noch der Gedanke daran, dass einst ein Junge an meiner Schule war, der heute angesehener Chefredakteur großer deutscher Zeitungen ist. Der seinen Traum vom journalistischen Schreiben, von dem ich mich eigentlich schon seit einiger Zeit verabschiedet hatte, gelebt hat.

Und vielleicht, ganz vielleicht, wartet da draußen ja doch mehr auf uns Schüler, als wir von den Großen gesagt bekommen.

Ja, das ist albern. Aber verdammt noch mal, kleine Mädchen dürfen große Träume haben!

Ach, welch fantastische Überleitung. Heroischer hätte sie nicht sein können.

Ich fasse mich bei diesem Thema kurz, von wegen kleine Mädchen und so, aber es ist doch faszinierend, wie jedes Jahr vor Weihnachten die Pärchen aus dem Boden sprießen. Erst gestern erfuhr ich nebenbei von einem Kumpel, dass er seit vorvorgestern eine feste Freundin hat. Da macht man selbst einen Seelenstriptease, und erfährt das dann mal eben nebenbei beim Müll einsammeln. Die Welt ist seltsam geworden.
In Politik&Wirtschaft sitze ich neben einem Mädchen, das ich wirklich mag, das quirlig ist und nett, aber das nicht aufhören kann, von ihrem Liebesleben und ihrem Freund zu erzählen. Ernsthaft, ich bin total informiert.
Dann noch die Kuschelei gestern hinter den Kulissen der „Schlag den Lehrer“-Show. Ich hätte mal eine Strichliste führen sollen. Wäre bestimmt ergiebig gewesen.

Eigentlich will ich mich gar nicht beschweren. Eigentlich will ich auch nicht wehmütig sein, wenn ich nachts auf dem Schulhof sitze und zur erleuchteten Stadthalle hochblicke, dorthin, wo Paare ins Freie strömen, die an diesem Abend tanzen waren. Die in ihren Kleidern und Anzügen und mit einem Leuchten in den Augen Runde um Runde auf der Tanzfläche gedreht haben. Ich will nicht traurig sein, weil ich vor zwei Jahren einmal dazu gehört habe und weil ich mich heute nicht einmal mehr daran erinnern kann, wie die Tanzschritte vom Walzer gehen.

Eigentlich bin ich alleine ganz gut dran, und eigentlich bin ich auch immer noch glücklich. Am ersten Dezember habe ich ein nettes Date mit den Leuten vom Ehemaligenverein, die bei einem Becher Glühwein auf dem Grimmels-Weihnachtsmarkt mit uns die Finanzierung der Schülerzeitung durchsprechen wollen. Die sich freuen, meine Freundin und mich kennen zu lernen und die uns unterstützen werden, einen kleinen Traum zu verwirklichen.

So. Und nun schließe ich für heute. Denn eigentlich sollte dies ein Bericht ausschließlich über den NaNo werden, aber das hat nun allen Anscheins nach nicht funktioniert. Es geschieht zu viel, als dass ich mich wirklich und ernsthaft darauf konzentrieren könnte.

Und das ist irgendwie auch gut so. Denn irgendwie macht leben Spaß!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

last-minute ins Abenteuer – NaNoWriMo 2012

Alltag am Limit im November

Ich erzähle niemandem etwas Neues, wenn ich sage, der NaNo ist Alltag am Limit. Der NaNo ist… Schreiben. Schreiben. Schreiben, wenn man keine Lust mehr hat. Schreiben, wenn der Nacken schmerzt und die Hände eisig kalt über die Tastatur tanzen. Schreiben, wenn die Kaffeereste in der Tasse festtrocknen. Schreiben, um jeden Preis schreiben.

Vorläufige Aussichten: 8 Klausuren und ein Geburtstag. An 4 von 7 Tagen Unterricht bis es dunkel ist.
Na ja, geht ja eigentlich noch…

NaNo wie nie zuvor

Dieses Jahr ist mein persönliches kleines Jubiläum. Es ist das dritte Mal, dass ich mich auf die Reise in meine dunklen Abgründe begebe. Das dritte Mal, dass ich mit Laptop und Kaffee in die Schlacht ziehe und mir die Hände wund und den Nacken steif schreibe.
An den NaNo-Qualen wird sich auch dieses Jahr nichts ändern, und ich freue mich jetzt schon 😀
Aber an der Planung hat sich so einiges geändert.

Dieses Jahr gibt es bunte Gläser, es gibt ein Scrapbook, es gibt Engel, Drachen und Höllenhunde. Es gibt sogar Instant-Kaffeepulver und eine Teebeutelschatzkiste.
Aber es gibt keinen Plot. Mehr noch, es gibt nicht einmal eine Grundidee. Und, das Schlimmste: Es gibt keine Charaktere. Noch nicht. Sie stecken alle halb vergessen auf kleinen Papierfetzen in bunten Gläsern und ich habe mir noch nicht die geringsten Gedanken gemacht.

Im freien Fall

Dieses Jahr lasse ich mich von der großen NaNo-Welle erfassen und einfach mitreißen. Ich habe meine bunten Ideengläser, sie werden mich hoffentlich nicht im Stich lassen. Die Charaktere werden mich finden, und wenn die Zombies kommen, wenn die Apokalypse an die Tür klopft, werde ich mich zu behaupten wissen.

Es bleibt zu hoffen, dass die NaNo-Welle mich nicht den Wasserfall hinunterspült, denn ich bezweifle, dass ich es schaffe, im freien Fall zu schreiben.

Die letzten Vorbereitungen

Der November trifft mich dieses Jahr unerwartet. Nur noch drei Tage! Es war doch erst August! Jetzt soll schon fast November sein?! Wie geht das? Hexerei?! Mit Sicherheit!

Da hilft nur noch: In Windeseile Rucksack packen, die Rüstung anlegen, nach der Waffe greifen und auf in die Schlacht!

  • Playlist: Ich habe bereits die vergangenen Wochen über eine völlig willkürliche Playlist erstellt, die sich weder an irgendwelchen Themen, noch an meinen persönlichen Vorlieben orientiert. Ich hoffe, sie wird mir während des NaNo treue Dienste erweisen.
  • Scrapbook: Das Scrapbook ist glücklicherweise schon ein wenig länger fertig. Mal sehen, welch kranke Gedanken sich darin wieder sammeln. Letztes Jahr ging es an ein paar Tagen hoch her. An anderen hatte ich ein sehr deutlich nachlesbares Tief. Nun ja, ich bin gespannt.
  • Teebeutelschatzkiste: Seit einem gefühlten halben Jahr sammel ich nun unterschiedliche Teesorten. Wann immer ich eine Packung Tee kaufe, lege ich zwei bis drei Teebeutel in eine Pappschachtel, damit ich im November trotz gesteigertem Teekonsum genügend Abwechslung habe.
  • Instant-Kaffee: Den gibt es natürlich auch. Die Dose steht auf meiner Fensterbank. Ich spiele mit dem Gedanken, sie mit in die Schule zu nehmen, denn Zugang zu einem Wasserkocher hab ich allemal… Ich könnte den ganzen Tag lang Kaffee trinken… Das ist sehr verlockend.
    Und ungesund. Angeblich.
  • Nervennahrung: Natürlich dürfen auch dieses Jahr die obligatorischen Reiswaffeln nicht fehlen. Und Kaugummis. Ansonsten bin ich sehr genügsam.
  • Benutzerkonto wechseln: Ab sofort wird sich nur noch im NaNoWriMo-Benutzerkonto eingeloggt. Verhindert Ablenkung durch zig Ordner, Spiele, Anwendungen und sonstigen Kram. Und hat einen extra NaNo-Hintergrund.

Vor den Toren

Jetzt heißt es nur noch: Mit Rüstung und Schwert vor den großen Toren warten. Bald ist der Tag gekommen und der Zeiger rückt auf die Zwölf. Dann kann die Schlacht beginnen!

NaNoWriMo 2012

Veröffentlicht unter NaNoWriMo | Kommentar hinterlassen